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Nutzer werden müde durch die permanente Einblendung von Werbebannern, dies bedeutet, dass diese schlichtweg nicht mehr wahrgenommen werden. Wie der Umfang hiervon ist und welche Maßnahmen stattdessen ergriffen werden können, ergeben sich aus diesem Beitrag.

Was ist die Banner Blindness?

Die Banner Blindness (Blindheit für Werbebanner) ist ein Phänomen, welches sich nach der Zunahme von monetisierten Webseiten ergeben hat. Werbebanner werden vom Besucher hierdurch unbewusst oder bewusst ignoriert, obwohl die Werbeanzeige möglicherweise auch mit den Interessen übereinstimmt.

Dieses Phänomen hat sich früh entwickelt, denn die ersten Studien hierzu wurden schon 1998 veröffentlicht. In der Arbeit von Jan Panero mit dem Titel „Banner Blindness: Web Searches Often Miss „Obvious“ Links“ ist der Begriff zuerst gefallen. Alternativ kann dies auch als „Banner Noise“ und „Ad Blindness“ betitelt werden.

Wie hat sich das Banner Blindness Phänomen entwickelt?

Der erste Werbebanner ist 1994 online gegangen - damals waren diese Werbeformate noch sehr lukrativ, teilweise ergab sich daraus gar eine Click-Through-Rate (CTR) von 44 Prozent. Dies ist ein Wert, welcher heute unerreichbar ist. Resultiert ist dies daraus, dass die Nutzer im Internet noch kaum Erfahrung hatten und den Werbebanner als Teil der Webseite wahrgenommen haben. Schnell wurde dies zu einem dominierenden Werbeformat.

Jeder zweite Nutzer klickte auf einen Werbebanner. Dies sorgte somit dafür, dass sich immer mehr Anbieter für Werbebanner entwickelt haben. Dadurch bedingt hatten umso mehr Webseiten Werbung, was jedoch für eine Reizüberflutung sorgte. Heute liegt der Wert dadurch bei 1 von 1.000 Nutzern. Die sogenannte „Banner Blindness“ kann somit auch in Zahlen festgehalten werden.

Weshalb werden Werbebanner meistens ignoriert?

Werbebanner haben einen schlechten Ruf - denn es kann passieren, dass durch den Klick auf eine dubiose Website gelangt wird. Dennoch sind sie allgegenwärtig, denn darauf basieren auch heute noch erfolgreiche Monetisierungsmodelle, wie Google und Facebook zeigen. Dadurch, dass die Banner allgegenwärtig sind, kommt es auch zur Banner-Blindheit. Vielmehr wird heute auf Text-Links geklickt, aber kaum noch auf Banner.

Ein Grund für diese Entwicklung ist aber nicht nur die Reizüberflutung, sondern auch die Tatsache, dass aus diesen Bannern auf Fake-Gewinnspiele weitergeleitet wird oder gar auf Webseiten mit Schadcode. Obwohl die großen Anbieter dies stets überprüfen, gibt es immer wieder Fälle dieser Art.

Wie schaffen Werbetreibende wieder Vertrauen?

Banner sollen nicht abgeschafft werden, denn obwohl die Klickraten gesunken sind, handelt es sich weiterhin um eine lukrative Methode. Werbetreibende sorgen nun dafür, dass Werbebanner weniger als „Werbung“ wahrgenommen werden, indem es zu einer strategischen Platzierung oder zu Eyecatchern kommt.

Ebenso wird für mehr Vertrauen häufig auch das Logo des Werbeanbieters eingeblendet. Offizielle Zahlen, wie sehr dies die Klickraten (oder die Wahrnehmung) gesteigert hat, gibt es jedoch nicht.

FAQ

Was ist Banner Blindness?

Bei einer Banner Blindness (Banner-Blindheit) blendet der Leser die Werbebanner gänzlich aus und betrachtet die Inhalte durch eine Art „Tunnelblick“. Für Webseiten-Betreiber und Werbetreibende ist dies ein Nachteil, da dadurch weniger Werbeeinnahmen erzielt werden.

Wie kann die Banner-Blindheit gelöst werden?

Eine Lösung ist die strategische Platzierung von Werbebannern, sodass der Banner kaum noch als Werbung wahrgenommen wird. Ebenso gilt es, die Banner möglichst passend in die Inhalte einzupflegen.

Wie Banner Blindness vermeiden?

Vermieden könnte die Banner Blindness, indem dubiose Werbepartner kategorisch ausgeschlossen werden. Bei Google AdSense gibt es für Webseiten-Betreiber die Möglichkeit, dass Werbepartner aus bestimmten Branchen ausgeblendet werden können.

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